Das Ausdrücken von Pickeln – hilfreich oder schädlich?

Sie sehen unschön aus, tun häufig weh und stören im Allgemeinempfinden. Pickel sind in den allermeisten Fällen nicht gesundheitlich bedenklich, dennoch möchte man die Zeitdauer des Pickels möglichst kurz halten. Hierzu drücken viele Menschen ihre Pickel aus, indem sie die Eiterhöhle des Pickels durch Druck entleeren. Doch führt das tatsächlich zum gewünschten Ergebnis?

Pickel ausdrücken oder nicht?

Pickel ausdrücken an der Stirn - Mit diesen Tipps klappt esGenerell lässt sich hier leider keine allgemeingültige Aussage zum Ausdrücken von Pickeln treffen. Zwar gibt es einige Stellen im Gesicht, bei denen Pickel aufgrund einer erhöhten Infektionsgefahr auf keinen Fall ausgedrückt werden sollten. Es gibt aber ebenso Stellen, bei denen das Ausdrücken eines Pickels eine durchaus brauchbare Möglichkeit darstellt, um den ungebetenen Gast im Gesicht schnell wieder loszuwerden. Dazu zählen beispielsweise die Wangen, die Stirn oder das Kinn. Hierbei sollten Sie jedoch bestimmte Regeln beachten, auf die in den folgenden Abschnitten näher eingegangen wird.

Zu den Tabu-Zonen zum Ausdrücken zählen Pickel an der Oberlippe, auf dem Nasenrücken und auch der Bereich zwischen den Augen. Der Grund ist, dass hier relativ oberflächlich viele Blutgefäße verlaufen, sodass beim Ausdrücken möglicherweise Bakterien in die Blutgefäße gelangen und so weitere Entzündungen auslösen können. Im schlimmsten Fall wandern die Bakterien in Richtung des ohnehin benachbarten Gehirn und könnten dort eine Hirnhautentzündung auslösen. Natürlich sind dies seltene Einzelfälle, dennoch sollten Sie dieses Risiko nicht eingehen.

Pickel im Gesicht richtig ausdrücken

Wenn Sie einen Pickel gefunden haben, der sich zum Ausdrücken eignet, sollten Sie einige Dinge beachten. Eine Grundvoraussetzung ist erst einmal, dass der Pickel zum Ausdrücken bereit ist, also die Eiterhöhle sich an der Oberfläche der Haut befindet. Um nun das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten werden vor allem hygienische Vorkehrungen getroffen. So sollte zum einen die umliegende Haut des Pickels desinfiziert und gereinigt werden. Auch sollten eventuell vorhandene Make-Up-Spuren entfernt werden. Zum anderen sollten Sie sich vor dem Ausdrücken die Hände mit Seife waschen und im Idealfall desinfizieren.

Um den Pickel zu eröffnen, sollten Sie als „Werkzeug“ eine sterile Nadel nutzen, welche Sie zum Beispiel in der Apotheke erhalten. Nun können Sie den Pickel möglichst von unten nach oben und zu allen Seiten hin durch Druck der Finger entleeren. Sobald klare Flüssigkeit oder Blut austritt, sollten Sie das Ausdrücken beenden. Im Nachhinein sollten Sie ihre beanspruchte Haut gut pflegen, reinigen und auf das Tragen von Make-Up vorerst verzichten.

Pickel im Gesicht sehen nicht nur unschön aus - Hier findest Du Tipps, wie Du Pickel richtig ausdrückst und wann Du es lassen solltest

Der unterirdische Pickel

Eine Sorte von Pickel, die Sie nicht ausdrücken dürfen sind die unterirdischen Pickel. Dies sind kleine Knubbel, die unter der Haut liegen, bei denen die verstopfte Talgdrüse tiefer im Gewebe liegt als beim normalen Pickel. Da hier auch wieder eine erhöhte Infektionsgefahr herrscht und durch das tiefere Gewebe auch Nervenfasern verletzt werden können, ist das Ausdrücken hierbei keine Option.

Vorbeugen gegen Pickel

Für eine reine und gesunde Haut im Gesicht ist es im Endeffekt besser, vorbeugend gegen Pickel zu arbeiten, als sie immer wieder erneut auszudrücken. So reduzieren Sie zudem das Risiko von unschönen Narben. Eine regelmäßige Reinigung des Gesichts morgens und abends mit Wasser kann hierbei schon einiges bewirken. Im Idealfall nutzt man abends dazu noch ein gut verträgliches Reinigungsprodukt, welches die am Tag angehäuften Hautschuppen entfernt und die Poren somit freihält.

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